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  • Anna-Lena

Wanna play? Drei Spiele rund um Periode und Frauenkörper

Werbung ohne Auftrag und ohne Bezahlung. Titelbild: ACHSE Verlag.


Weihnachten wird dieses Jahr eh ein bisschen anders - perfekt, um Uno, Schiffe versenken und andere Standardspiele mal im Schrank zu lassen und sich eine Runde Vulven unter den Christbaum zu packen! Wir haben drei richtig coole Spiele rund um Periode und den weiblichen Körper entdeckt, die wir euch nicht vorenthalten wollen.


Pflaume, Pfirsich, Muschi - Bingoooh!

Jede*r von uns kennt einen ganzen Haufen Synonyme für die weiblichen Genitalien. Aber wir können versprechen: Hier kannste noch was lernen! Bing({'})h (ausgesprochen: Bingooh) funktioniert wie das klassische Bingo, versammelt dafür aber 180 verschiedene Namen für die Vulva/Vagina aus aller Damen Länder. Entwickelt wurde das Spiel von der Berliner Künstlerin Mona Orgel. Ihr Ziel: Tabus bei der Sprache über Genitalien und Sexualität hinterfragen und auflösen und so ein wenig mehr Normalität schaffen bei der schwierigen Frage, wie man jetzt bloß "das da unten" bezeichnen soll. Die StartNext-Kampagne für das Projekt war bereits erfolgreich und das Spiel ist aktuell in der Produktion. Mehr Infos auf der Webseite.


Pussy Pairs: So sieht das also aus bei anderen!

Die wenigsten heterosexuellen Frauen haben schon einmal die Vulva einer anderen Frau aus der Nähe gesehen - viele nicht einmal ihre eigene. Grundsätzlich käme frau auch ohne diese Info aus, wäre da nicht ein kleines Problem: Der Druck in unserer Gesellschaft, bitteschön eine Vulva in Idealmaßen zu besitzen (wer bestimmt eigentlich das Ideal?) und die Scham, wenn man denkt, von dieser Norm abzuweichen, sind groß. Viele junge Frauen glauben, dass ihre Vulva nicht gut ist, wie sie ist, oder sie etwas daran ändern müssten und das liegt auch daran, dass es wenig Austausch darüber gibt, wie andere Vulven aussehen. Die Wiener Künstlerin Gloria Dimmel hat sich aufgemacht, das zu ändern: Sie produziert schon seit einigen Jahren Gipsabdrücke von Vulven und kam darüber auf die Idee von Pussy Pairs/ Mumury. Mumury funktioniert wie der Klassiker Memory, aber eben mit Vulven. Da muss man schon mal genauer hinschauen, um die Paare zu finden! Das Spiel soll dazu beitragen, die Vulva sichtbarer zu machen, die Verschiedenheit zu normalisieren und dazu beitragen, Mythen und überzogene Schönheitsideale aufzulösen. Aktuell wird die zweite Auflage produziert. Weitere Infos und Bestellmöglichkeit auf der Webseite.



Mach' die Binde voll!

"Mit Vergnügen", denkt sich die Gebärmutter und lacht schelmisch. Aber nun Scherz beiseite: Genau das ist das Ziel von OhWomen, ein Steinchenspiel rund um die Periode. Es ist angelehnt an Kalaha, bei dem es darum geht, möglichst viele Spielsteine in der eigenen Mulde zu versammeln. Die Perioden-Version davon haben Tania Hernandez und Steffi Renz entwickelt. Die Spielsteine werden dabei

zu Blutstropfen und die Mulden an der Seite zu Binden. Um zu gewinnen, müssen aber

noch Fragen rund um die Periode und den weiblichen Körper beantwortet werden, so zum Beispiel zum Unterschied zwischen Vulva und Vagina. Das Spiel eignet sich am besten für junge Menschen, um spielerisch Wissen rund um diese Themenbereiche zu vermitteln, aber auch Erwachsene können hier noch einiges lernen. Die Inhalte wurden gemeinsam mit einer Hebamme und dem Verein Periodensystem entwickelt, der obdachlose Frauen mit Periodenprodukten versorgt. An diesen Verein wird auch ein Teil des Erlöses durch das Spiel gespendet. Mehr Infos zum Spiel gibt es auf der Webseite.



Habt ihr noch weitere Spieltipps? Dann immer her damit! Schreibt uns in die Kommentare oder bei Facebook!

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